Frau
Steh auf
Aus dem Schlaf
Deiner Mütter
Gleich einem Felsen
Erhebe dich
Aus den Gräbern
Deiner Beherrschung
Lass deine Kinder purzeln
Zu Tausenden
Über die Kanten
Deines Gesteins
Weiches, grünes Gras
Wachse aus allen Leibern
Milch fließe aus deinen Ritzen
Zu tränken die schwarze Erde
Das grüne Gras
Die schlafenden Ahnen
Aufragend sei
Und zermalmend und schützend
Windezerbrechend
Mit deinem Gelächter
Neunundvierzig Tränenperlen
Gefädelt auf Nabelschnur
Sollen mich schmücken
Wenn ich Dich wiederseh
Vierundachtzig gejagte Hasen
Im Zickzacklauf auf meinem Leib
Wirbeln mir meine Haut auf
Wie Schnee
Alle dreizehn Monde vom Jahr
Brächte ich gerne in Sicherheit
Aber zu Sicheln werden sie
Blut fließt mir in den Herzenssee.
Per Jack
Un fiore rosso
ti manderò
stará bene
con le tue ceneri.
Che possa il tuo spirito
così travagliato
trovare un po` di pace
prima di riprendere forma.
Wo wohnt die smaragdene Prinzessin?
In einem Schloss aus Farn.
Wer schützt die smaragdene Prinzessin?
Bei Tag der Tau in den Spinnennetzen,
bei Nacht der schwarze Vogel.
Lächeln zwischen Bäumen,
herabgefallen
in unsere Hände
groß und schwer.
Atem über dem Rücken,
rosenfingrig.
Krächzender Vogel lacht.
Es ist.
Grau alle Tage,
auch grün,
silbern, haarig
im Fallen.
Hoch kreist ein Vogel,
schattenwerfend.
Gläserne Luft,
dumpfer Fall.
Aufbrechende Brust,
milchergießend.
Erde, schwarz,
modrig riechend nach Leben.
Leichentuch Schnee
auf der Flur
und Frost im Fleisch
und um die Mitte:
Härte.
Zwischen den Zeilen
sozusagen
geschieht es,
das Unwiderrufliche,
zwischen den Zeiten.
Sing mir doch Dein Wiegenlied
Noch einmal
Schwarze
In Sicherheit wiegte ich mich
Du wiegtest mich in Sicherheit
Jedoch: Nichts weniger als das.
Die Felder wogen
Und waren noch kahl damals
Morgen fährt schon der Schnitter
Sing mir Dein Wiegenlied, Schwarze,
Vergessen hab ich es.
Weiß nichts mehr davon
Nicht mehr von Dir und auch nicht von mir
Auf der Bühne nur ein Streif Zwielicht
Und im Raum nur das Rätsel
Sag mir
Wie Du Dich herausschälst
Aus dem Schleier
In den Du gehüllt
Von Anfang an
Es steigt und sinkt mir der Mut
Wie das Meer
Hebt Dich hoch
Und lässt Dich sinken
In die Gewässer
Meiner Gefangenschaft
Steigst Du empor
Zu unerwarteter Stunde
Mit dem Geruch der fernsten Erinnerung
Ist mir, als bräche die Zukunft
Mächtig herein in mein Nest
Aus dem ich mich selber werfe.